23.10.2012
Still war es geworden um den Online Ableger der Elder Scrolls Serie, doch vor kurzem hat ZeniMax Online einige Vertreter verschiedener Zeitschriften und Websites zum Probespielen von TES Online nach Baltimore geladen. Deren Reviews zur gespielten (Pre?)Alpha sind nun gestern erschienen. Ein Überblick:
Hinweis: In diesem Artikel werden nur allgemeine und soziale Themen angesprochen. Ein Bericht über Änderungen im Kampfsystem und die Questeindrücke der Tester folgen in den kommenden Tagen. Soviel sei aber schon einmal verraten: Das Spiel gestaltet sich actionreicher als erwartet und die markentypische Ego-Perspektive ist zumindest in Ansätzen enthalten.
Des weiteren werden sich hier keine Informationen zum Bezahlsystem geben - über dieses schweigt sich ZeniMax Online nach wie vor beharrlich aus. Allerdings möchte er mit TESO einen "Premium Service mit großartigem Kundenservice und regelmäßigen Contentupdates" so Firor in einer Präsentation. Das hört sich verdächtig nach Abogebühren an, auch wenn hier nochmal ausdrücklich betont werden soll, dass dies eine Spekulation meinerseits ist.
Wie auf den neuen Screenshots erkennbar ist, sind ZeniMax Online ihrem Versprechen treu geblieben: Die in EAs Star Wars MMO SWTOR verwendete Hero-Engine war wirklich nur eine vorübergehende Lösung. Inzwischen hat man große Fortschritte in der Entwicklung einer eigenen, noch unbenannten Engine gemacht, sodass der aktuelle Build (der auf den Bildern zu sehen ist) bereits auf dieser läuft.
Ebenfalls fällt auf, dass man sich bei der Gestaltung der Provinzen stark an den Offline-Ablegern orientiert hat. Besonders dürfte das auf den Screenshots aus Himmelsrand auffallen, welche Skyrim wirklich sehr ähneln. Laut Aussagen dies auch bei Cyrodiil und Morrowind der Fall sein, allerdings scheint zumindest letzteres eine wesentlich aktivere Flora als in dem 2003 erschienen gleichnamigen Werk zu haben.
Doch lassen wir die Vergleiche mit den traditionellen TES-Spielen mal für einen Moment zur Seite und konzentrieren uns auf das, was TESO von diesen abhebt: Das MMO. Laut Game Director Matt Firor befinden sich die heutigen MMORPGs in einer Sphäre des sozialen Vakuums. Obwohl inzwischen (fast) die ganze Welt über soziale Netzwerke miteinander vernetzt ist und Informationen austauscht, sind auch heutige MMORPGs immer noch abgeschlossen und bieten nur minimale Interaktionsmögichkeiten. Dies will TESO ändern, indem man nun die Möglichkeit hat, seinen Account mit bestehenden facebook-, twitter- oder Google+-Accounts zu verbinden und dortige Kontakte automatisch auch auf die ingame-Freundesliste hinzufügen. Man kann sogar eine Gruppe als Gilde in das Spiel integrieren. Das alles ist freiwillig; wer seine Identität also nicht preisgeben will, wird zu nichts gezwungen.
Ein weiteres Feature ist, dass es nur einen einzigen Server geben wird, den sog. "Megaserver", dafür natürlich mit entsprechend viel Weltinstanzen. Damit entfallen Servermigrationen, um mit Freunden auf anderen Servern spielen zu können ebenso wie überfüllte Landschaften oder Geisterstädte. Als Spieler hat man die Möglichkeit mehrere Einstellungen zu treffen, die dann darüber mitentscheiden, auf welche Instanz man geworfen wird. Will man eher alleine spielen, teilt einen das Spiel einer weniger bevölkerten Instanz mit anderen Einzelgängern zu. Des weiteren versucht das Spiel stets einen mit Freunden zusammenbringen. Selbst wenn von diesen mal keiner im Spiel ist, wird man nicht ins Unbekannte geworfen: Das Spiel merkt sich, wenn man mit Spielern konstruktiv zusammengearbeitet hat und beachtet diese dann auch bei der Kanalauswahl. So soll sichergestellt werden, dass man sich bei Bedarf stets mit anderen Leuten zusammentun kann.
Dies ist z.B. bei den schon in der ersten Informationswelle vorgestellten Public Dungeons der Fall. Diese unterscheiden sich von Dungeons in anderen MMORPGs darin, dass man nicht von vornherein eine Gruppe haben muss, sondern sich diese eher zufällig zusammenfindet. Das erste Exemplar dieser Public Dungeons findet man laut den diversen Berichten der Playsessions nach etwa vier Stunden im zweiten Gebiet.
Übrigens wird es möglich sein, mehreren Gilden beizutreten. Somit muss man sich nicht mehr entscheiden, ob man eine kleine Gilde mit seinen Freunden bildet oder sich einer mehr professionellen anschließt. Man macht einfach beides und gründet vielleicht auch noch eine mit Arbeitskollegen.