
24.05.2012
Die Wahllokale für die Wahl zum Jubiläumsartikel 2012 sind geschlossen, das Ergebnis steht fest und lautet wie folgt:
Sieger und Jubiläumsartikel 2012 ist somit der Artikel über den Großen Krieg.
Wir danken trotz der geringen Beteiligung allen Teilnehmern bei der Wahl und wünschen weiterhin viel Spaß mit dem Almanach.
24.05.2012
Quests in MMOs sind alle gleich? Nun, Paul Sage und Rich Lambert, die wir vorgestern schon vorgestellt haben, sind da anderer Meinung, zumindest was The Elder Scrolls Online betrifft.
Lest warum:
Seit dem zweiten Interview mit Matt Firor wissen wir ja schon, dass Teile der Hauptquest reiner Solo-Inhalt ist. Nun erfahren wir, dass die Hauptquest sich in drei Akte mit einer reinen Spieldauer von je fünf Stunden aufteilen wird. Das mag jetzt auf den ersten Blick etwas wenig erscheinen, allerdings haben die meisten anderen MMOs wesentlich kürzere Hauptstorys und erhalten ihre lange Dauer hauptsächlich aus Nebenaufgaben.
In diesen wird es oft Entscheidungen geben, die die Spielwelt merklich beeinflussen sollen. Dies soll sich aber meist auf optische Veränderungen oder verschiedene Reaktionen der NPCs auf den Spieler beschränken; man will vermeiden, dass eine ungünstige Entscheidung ganze Questreihen blockieren kann. Als Beispiele werden die Zeitreise-Quest aus dem Game Informer Heft (Link zur Zusammenfassung unten) und eine andere Quest genannt, bei der man am Schluss in Form einer Statue verewigt wird, deren Pose von den Entscheidungen während der Quest abhängt.
Die Nebenquests selbst sind sehr dezentral organisiert: wie in den letzten News bereits geschrieben, werden sich viele Quests beim Erkunden von alleine entfalten und oftmals ergibt sich aus vielen einzelnen, scheinbar unzusammenhängenden kleinen Aufgaben schließlich ein großes Gesamtbild.
Es soll aber auch Quests geben, die genau andersherum funktionieren; als Beispiel wird eine Quest beschrieben, in der ein einzelner Werwolf nach und nach eine ganze Stadt infiziert. Das Gesamtziel ist also klar, diesen Werwolf zu töten. Doch auf dem Weg dorthin wird es sehr viele „Ablenkungen“ in Form von Nebenaufgaben und Umwegen der Quest geben. Nach Beendigung dieser großen Questreihe, fangen die Bürger der Stadt an, Werwolf-Leichen zu verbrennen und auch in anderen Orten werden NPCs den Spieler auf seine Tat ansprechen.
Um die Zusammenarbeit zwischen Spielern zu stärken, wird es meist keine Unterscheidung zwischen Mitgliedern der eigenen Gruppe und anderen Spielern geben: Alle bekommen die selbe Erfahrung, Questziele gelten für alle erfüllt, die mitgeholfen haben, man kann die im Heft erwähnten (s. Link unten) Comboattacken mit allen ausführen und es soll einfach mehr Spaß machen, wenn man zusammenarbeitet.
Noch ein paar Worte zum Gameplay: Es wurden sowohl Verkleidungen, mit denen man an Gegnern vorbeikommt, ohne angegriffen zu werden, also auch Redegewandtheit, mit der man manche Quests abkürzen kann, geben. Außerdem versuche man Quests der Form „ Töte 10 Ratten“ zu umgehen, in dem man den Spieler von Punkt A zu Punkt B schickt; wie er mit den Gegnern (z.B. 10 Ratten) dann umgeht, bleibt seine Entscheidung. Auch wird erwähnt, dass man Teile des User Interface ausblenden kann, insbesondere die Minimap.
22.05.2012
Gestern wurden zwei neue Leute vorgestellt: Der Reporter, der die Game Informer Interviews führt und nicht gerade sehr informiert wirkt, sowie Lead Content Designer Rich Lambert, der sich zusammen mit Paul Sage, dem bereits bekannten Creative Director von The Elder Scrolls Online, einigen Fragen stellt.
Lest die Zusammenfassung des Interviews hier:
Zuerst erfahren wir etwas über die Arbeitsweise bei ZeniMax Online: Neben einer intern erstellten Zeitlinie nutzt der Lead Writer von TESO, Lawrence Schick, auch enge Kontakte mit Bethesda Softworks und die großen Fanwikis (vermutlich zuvorderst die Imperial Library und UESP), um „Tonnen an Hintergrundlore“ in das Spiel einzufügen. Diese soll für eine Spielwelt mit mehr Tiefe sorgen: So findet man sowohl in den Gebieten des Ebenherz-Pakts viele Hinweise auf die Akaviri-Invasion, auf die wir letzten Freitag eingegangen sind, als auch im Gebiet des Dolchsturz-Bündnisses (offizielle, von Bethesda abgesegnete Bezeichnung für das, was wir bisher „Daggerfall-Abkommen“ nannten) die Folgen eines internen Kriegs, der etwa 50 Jahre zurückliegt.
Auch Figuren aus anderen Spielen wird man in TESO wiederfinden, teilweise aus einem anderen Blickwinkel dargestellt. Als Beispiel wird Mannimarco angeführt, erster Totenbeschwörer Tamriels und wichtiger Charakter in TESO. Dieser existiert schon länger in der Lore und war sowohl in Oblivion als auch schon in Daggerfall Antagonist in Form eines wiederauferstanden Wesens. Nun hat man die Chance, dem echten Mannimarco in relativ jungen Jahren zu begegnen. Mitglieder des Ebenherz-Pakts werden auch mit dem Tribunal interagieren können, das sich mit jemandem beschäftigen muss, der sich als viertes Mitglied etablieren will.
In TESO soll es so viele Ruinen, verlassene Forts, Höhlen, etc. geben, dass man spätestens nach anderthalb Minuten einen interessanten Ort entdeckt hat, den man sich gerne näher anschauen will. Viele davon sollen keine expliziten Quests erhalten, sondern ähnlich wie in den Singleplayer-TES ihren Reiz alleine durch Erkundungsdrang und die innerhalb des Dungeons erzählte Geschichte gewinnen soll. Dazu wird es an vielen Stellen extra für den jeweiligen Ort geschriebene Bücher geben; man kann also annehmen, dass sie von Hand platziert sind und nicht wie z.B. in Skyrim ein modernes Buc in einer uralten Grabkammer liegt. Nachdem man ein Buch gelesen hat, wandert es automatisch in die Bibliothek, wo man es jederzeit erneut lesen kann, ohne dass es einen Inventarplatz einnimmt.
Zum Thema Drachen wird abschließend noch gesagt, dass sie momentan noch nicht implementiert sind, man aber „Pläne“ für sie habe. Wie genau diese aussehen, will man noch nicht verraten, allerdings werden sie nicht einfach so rumfliegen wie in Skyrim.

22.05.2012
Wir möchten euch heute eine interessante Erweiterung für The Elder Scrolls V: Skyrim vorstellen: Tales of Lykanthropy - Werewolf Overhaul
Tales of Lycanthropy ist eine der umfangreichsten Werwolf-Overhauls für Skyrim die es im Moment gibt. Die Mod erweitert das Werwolfsystem und fügt einige neue Features hinzu, wodurch das Leben als Werwolf wesentlich interessanter und abwechslungsreicher wird.
Jeder Werwolf wird sich mit dieser Erweiterung zum Beispiel in den Vollmondnächten verwandeln. Werwölfe bekommen ingame mitgeteilt, welche Mondphase ist. Es gibt zwei verschiedene Typen von Werwölfen mit jeweils eigenen Vorteilen und Nachteilen sowie eine eigene Werwolfkrankheit namens Sanies Lupinu. Weitere tolle Neuerungen sind wilde Werwölfe, denen der Spieler in der Wildnis begegnen kann, Werwolfsjäger, die Möglichkeit, Begleiter in Werwölfe zu verwandeln, neue Werwolfskräfte und vieles mehr.
Weitere Informationen zu der Erweiterung könnt ihr unter dem Downloadlink und im Diskussionsthread finden. Viel Spaß!
19.05.2012
Klammheimlich und ohne Ankündigung hat Game Informer am Donnerstag ein weiteres Interview mit Matt Firor veröffentlicht, in dem er hauptsächlich über das Verhalten der Spieler zueinander und die Questphilosophie von TESO spricht.
Die wichtigsten Infos in Schriftform:
In den meisten Elder Scrolls Spielen war man der Held, der die Welt rettet. Um dieses „Ich bin wichtig“-Gefühl beizubehalten, werden Teile der Hauptquest alleine zu bewältigen sein – also in Solo-Instanzen ohne andere Spieler. Um bei den anderen Quests die Zusammenarbeit zwischen den Spielern zu fördern, werden alle, die mitgeholfen haben einen Gegner zu töten, die volle Erfahrung bekommen. Dadurch unterscheidet sich TESO von den meisten anderen MMOs, die entweder ein „der Erste kriegt alles“- oder ein „alle kriegen ihren Anteil“-System verwenden.
Wie bereits bekannt, gibt es auch Gruppeninstanzen. In diesen werden weniger riesenhafte Bossgegner zu finden sein, als man es von anderen MMOs gewöhnt ist; viel mehr setzt ZeniMax Online auf „simuliertes PvP“, also Kämpfe gegen größere Gruppen von Gegnern.
Ein weiteres Element, das TES ausmacht ist die Freiheit. Um diese zu schützen wird TESO, wie Firor es formuliert, dem Spieler „Inhalt liefern, ohne dass dieser es überhaupt merkt“. Er führt folgendes Beispiel an: In herkömmlichen MMOs sucht der Spieler, sobald er ein neues Gebiet betritt, die nächste Stadt auf anstatt zu dem coolen Turm in der anderen Richtung zu gehen, weil er genau weiß, dass ihn in der Stadt eine Quest für diesen Turm erwartet. Firor hält solche „Questzentralen“ für ziemlich stupide, weshalb man in TESO die Möglichkeit haben wird, einfach zu einem interessanten Ort hinzugehen; die Story wird sich dann ganz von alleine entfalten ohne dass zuerst ein Questgeber darauf hinweisen muss. Daraus folgt auch, dass es keine Reihenfolge der Orte gibt: Seht ihr vom Turm aus einen weiteren interessanten Ort wird euch keiner daran hindern, diesen auch noch aufzusuchen.
Zum Abschluss stellt Firor noch klar, dass es ihm wesentlich lieber ist, wenn sein Spiel heftig kritisiert wird, als dass es in den Foren stumm bliebe. Das heiße ja, dass sich die Leute wenigstens mit dem Spiel auseinandersetzen.
18.05.2012
Nach dem Daggerfall-Abkommen und dem Aldmeri-Bund widmet sich Game Informer heute dem Ebenherz-Pakt. Unsere Zusammenfassung:

Der Ebenherz-Pakt besteht aus Nord, Dunmer (Dunkelelfen) und Argoniern und erstreckt sich somit von Himmelsrand über Morrowind nach Schwarzmarsch, das manchmal auch Argonien genannt wird. Wie immer sind die einzelnen Provinzen unten zu den entsprechenden Almanach-Artikeln verlinkt.
Noch etwas traumatisiert von der Akaviri-Invasion etwa 50 Jahre zuvor, bemerkten Nord und Dunmer, dass das sich aufbäumende Kaiserreich eine Bedrohung für sie darstellte und formten zusammen mit den Argoniern ein Zweckbündnis, um besser Widerstand leisten zu können. Mit der Akaviri-Inavasion ist übrigens höchstwahrscheinlich die Invasion der Dir-Kamal 2Ä572 gemeint, wodurch wir die Handlung von TESO in den 620ern fixieren können; mehr Informationen zu diesem Ereignis findet ihr im Almanach-Artikel, der ebenfalls unten verlinkt ist.
Der Ebenherz-Pakt ist von allen Seiten von Feinden umgeben, so dass sein einziges Ziel ist, enger zusammenzurücken und jeglicher Gefahr zu trotzen.
Nächste Woche will Game Informer nach eigenen Angaben etwas auf das Lore- und Storysystem von TESO eingehen.
16.05.2012
Wie vor zwei Tagen angekündigt, werden wir von Game Informer nun in Sachen Aldmeri-Dominion (Aldmeri-Bund) gebrieft. Und „brief“ ist dieser Informationshappen im wahrsten Sinne des Wortes:
Das Aldmeri-Dominion hat sich aus Altmer (Hochelfen), Khajiit und Bosmer (Waldelfen) geformt. Folglich sind sie Gebiete dieser Fraktion neben den Summerset-Inseln, über die wir so gut wie gar nichts erfahren, auch Elsweyr, in dem gerade der Anbau von Mondzucker floriert, und Valenwald. Die Hauptstadt dieser Provinz (Falinesti) ist auf einen riesigen Baum gelegen, der normalerweise im Winter nach Süden wandert, allerdings seit einiger Zeit still steht (wohl aus rein praktischen Gründen für die Entwickler). Mehr Informationen zu den einzelnen Provinzen könnt ihr wieder in den unten verlinkten Artikeln des Tamriel Almanachs finden.
Die Motivation des Aldmeri-Dominions ist bestechend simpel: Sie wollen die Herrschaft über Tamriel und jeder, der sich nicht ihrem Wappen (dargestellt durch den Adler auf dem Ouroboros) unterwirft, soll sterben.
Mehr Informationen sind aus diesem enttäuschend kurzen Artikel leider nicht herauszuholen, und so bleibt nur zu hoffen, dass das Dossier über den verbleibenden Ebenherz-Pakt am Freitag ausführlicher wird. Wer sich damit aber nicht zufrieden geben will, kann viele weiterführende Informationen zum Aldmeri-Dominion im Almanach nachlesen.