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06.12.2009, 22:16
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#271
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Der Alkohol verschaffte Tebradan ein paar Stunden Schlaf. Ein paar angenehme Stunden, in denen er nicht von unruhigen Gedanken geplagt wurde, sondern einfach nur entspannt da lag und sich erholte.
Dann erwachte er jedoch. Der Mond und die paar Sterne erhellten sein Zimmer gerade weit genug, dass er unter Anstrengung einige Konturen erahnen konnte. Auf jeden Fall war es noch weit vor Sonnenaufgang.
Nach der Sache auf dem Balkon war er noch eine Zeit lang ziellos herumgeirrt und hatte sich kurz zu Iwan und den anderen gesetzt, nur um dann festzustellen, dass es wohl wenig Sinn hatte und er zu Bett gegangen war.
Und nun lag er da. Die Hände hinterm Kopf verschränkt lag er in der Mitte seines Bettes und starrte wahlweise an die Decke oder aus dem Fenster. Sein Blutalkohol war ein deutliches Stück abgefallen und viel mehr als ein dumpfes Brummen in seinem Kopf spürte er nicht mehr davon.
Was ihn beschäftigte, war wohl klar. Ob sie wirklich verstehen konnte, wieso er abgelehnt hatte? Ob sie sich überhaupt an den Abend erinnern können würde? Wie würde sie nun im Nachhinein darauf zurückblicken? Wäre sie sauer auf ihn? Oder gar dankbar?
Eines stand jedenfalls fest: Diesmal würde er es nicht so enden lassen, wie das letzte Mal. Dieses Mal würde er einen Teufel tun und auf Abstand gehen. Diesen Fehler würde er nicht wiederholen. Das letzte Mal war es Mai gewesen, die letztlich auf ihn zugegangen war, sollte es nötig sein, würde diesmal er es tun.
Endlich, mehrere Stunden später schob sich Stück für Stück mehr Licht ins Zimmer. Die Sonne ging auf. Trotz des wenigen Schlafs war Tebradan kaum müde. Zu sehr geisterten noch jene Gedanken in seinem Kopf herum. Aber die Müdigkeit würde früher oder später noch kommen, so gut kannte er sich inzwischen.
Ausnahmsweise fiel es ihm mal nicht schwer, sich aufzuraffen, um aufzustehen. Ohne allzu großes zögern verschwand er in dem alles andere als beengend ausfallendem Bad seines Zimmers.
Einige Minuten später saß er frisch geduscht und bekleidet an einem der größeren Frühstückstische. Es war wirklich mal etwas neues, dass er der erste beim Frühstück war. Er war es eher gewohnt, der Letzte zu sein.
So genoss er bereits die ersten Schlücke des herrlichen Morgenkaffees, als Iwan hinzukam
»Guten Morgen«, begrüßte dieser seinen Schüler gut gelaunt. Der letzte Abend schien ihm trotz seiner Passivität durchaus gefallen zu haben. »Ich hoffe, du hast nichts dringendes an der Akademie vor.«
Tebradan sah mit gerunzelter Stirn auf. »Wieso?«
»Wing Sun hat mich gerade angerufen. Wir haben eine neue Mission. Ich erklär es, wenn die anderen auch da sind.«
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10.12.2009, 21:57
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#272
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Der nächste Tag kam ungewollt, unwillkommen und mit einer Dosis Kopfschmerzen auf die wohl jeder verzichten könnte. Mai brauchte einen ziemlich langen Moment um zu begreifen wo sie war, wer der Kerl neben ihr war und was am letzten Abend geschehen war. In ihrem Kopf drehte sich noch immer alles, klare Gedanken waren für mindestens eine halbe Stunde ein Einzelfall. Okay, wo war sie? Mai war offensichtlich in einem ziemlich teuren Hotel. Gut, das war nichts neues, aber wie war sie ausgerechnet hier gelandet? Was hatte sie gestern Abend gemacht? Außer offensichtlich zu viel zu trinken war sie … tanzen? Sie musste einen weiteren Moment überlegen, dann dämmerte es ihr. Die Gala, für den Fund dieses goldenen, seltsamen Dings, das hatte sie gestern gemacht. Aber wer war die Person die da in einiger Entfernung von ihr lag. In Anbetracht seiner Haltung und der Distanz schloss sie darauf, dass sie wohl nicht mit ihm geschlafen hatte, außerdem war sie dafür noch zu angezogen (Sie hatte sich wohl samt Abendkleid ins Bett gelegt). Und als sie merkte, WER es war, war sie schlagartig froh darum, dass sie kein Sex mit ihm hatte.
„Oh scheíße“, fluchte die Kaminarierin beim Anblick ihres Bettnachbars, „Was macht Max hier?“ Was auch immer sie getan oder gesagt hatte um ihn „ins Bett“ zu kriegen, im Moment wollte sie es gar nicht wissen.
Es war egal wie viel Kaffee sie in sich hineingoss, weder der Filmriss noch der Kater wollten verschwinden. Sie saß einfach nur ziemlich apathisch da und glotzte ins Leere. Mission? „Na toll“, murmelte sie offensichtlich wenig begeistert. Sie schaute durch die Runde und als sie kurz bei Teb landete fiel ihr es wie Schuppen von den Augen. Jetzt wusste sie wieder was sie gestern alles gemacht hatte. Sie wollte mit Teb schlafen, hatte es nicht geschafft und hatte sich dann im Frust besoffen, wurde anhänglich und hatte Max überredet bei ihr zu schlafen, weil sie nicht allein sein wollte. Er war wohl besoffen genug um das auch noch zu machen.
Mai sagte nichts und hoffte einfach nur still die Anderen hätten es vergessen. Was Iwan sagte hörte sie nicht einmal. Irgendwas von einem Flughafen…
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11.12.2009, 12:08
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#273
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Als sie in ihrem Zimmer war, entledigte sie sich als erstes dem Abendkleid und den dazugehörigen Accessoires, die sie sorgfältig auf den Nachttisch legte. Dann streifte sie ihr wesentlich bequemeres blaues Kleid über und zog die Stiefel aus, wobei sie die Kette aufs Bett fallen ließ. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie es in ihre Tasche packte und dann das Bett ansah. Sie wollte darin nicht schlafen, es erschien ihr…nicht passend. Nicht weil sie irgendwelche Komplexe hatte, sondern weil es ihr ätzend und viel zu prunkvoll vorkam. Mit Schwung öffnete sie die Balkontür, trat in die kalte Nachtluft. Man konnte die Sterne sehen und sie lächelte wie ein kleines Kind, das mit etwas glitzerndem hantierte.
Am nächsten Morgen erwachte sie leicht fröstelnd, aber angenehm erfrischt und ausgeruht. Sie brauchte etwas, bis sie realisierte, warum sie auf einem furchtbar noblen Hotelbalkon geschlafen hatte, dann erinnerte sie sich. Sie hatte unter dem Sternenhimmel schlafen wollen. Ausgeruht streckte sie sich – sie war froh es bei nur einem Kleid belassen zu haben. Im Bad kämmte sie sich mit einer sündhaft teuer aussehenden Bürste die Haare und steckte dann die beiden Shampooflaschen in ihre Tasche. Immerhin waren sie mit Naturstoffen parfümiert und stanken nicht so ätzend, wie das chemische Zeug. Als sie ihre Stiefel angezogen hatte, machte sie sich munter auf zum Frühstück, wo bereits Teb und Mai zusammen mit Iwan saßen.
„Guten Morgen.“ Flötete sie überaus gut gelaunt und ignorierte die geknickte Stimmung, die in der Luft schwebte. Sie war gerade noch rechtzeitig gekommen um etwas über eine neue Mission zu erfahren. Und es…freute sie, was sie selbst überraschte.
„Wo soll´s denn hingehen?“ fragte sie, als sie in ihrem Latte Macchiato rührte, der – man staune – mit tatsächlich echter Milch und echtem Kaffee gemacht war. Auf dem Teller vor ihr lag ein Croissant, zusammen mit einem Brötchen, Butter und Marmelade. Sie hatte furchtbaren Hunger. Alles in allem war gestern ein sehr erfolgreicher Abend gewesen. Sie hatte nicht vor die Kette zu verkaufen, aber was sie mit einer Uhr, einem Armband und einem Ring sollte, wusste sie noch nicht so ganz.
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19.01.2010, 20:05
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#274
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Mai war während der Fahrt in Totenstille verfallen. Eine unerträgliche Art der Nervosität zehrte schwer an ihrer Seele. Es war nicht diese ungeduldige, langweilige Art der Nervosität die Kinder an Weihnachten hatten, wenn sie die Geschenke sahen sie aber noch nicht öffnen durften. Es war auch nicht diese Lampenfieber Art wie man sie vor Auftritten oder Reden hatte. Nein, es war diese stille, kleine und aussichtslose Hoffnung die man hatte wenn einem etwas Schreckliches bevorstand und man noch daran glaubte, dass es vielleicht besser ausfallen würde als man sich das ausmalte und man die verstreichende Zeit bis zu dem Moment der Klarheit kaum mehr aushielt. Doch tief im Inneren Wusste der Verstand schon, dass diese Hoffnung nichts als Illusion war.
Als Mai den Bus verließ rasten ihre Augen sofort über das umgebende Gelände. Sie schauten glanzlos und panisch in alle Richtungen bis sie schließlich eine etwas weiter entfernte Frau erkannten. Sofort stolperte Mai auf diese zu. Es schien als gehorchten ihre Beine schon kaum mehr ihrem Kopf. Verwirrtheit und die eine zentrale Frage, die es noch zu stellen galt, hatten ihre Denkprozesse bereits überlagert.
Die Frau auf die die Kaminarierin so eifernd zulief stand Mai in Sachen Schönheit in kaum etwas nach. Sie war etwas größer, schmächtiger und einiges blasser. Ihre schulterlangen blonden Haare umrahmten ein zartes Gesicht mit strahlenden, ausdrucksstarken Augen. Wer Mai kannte musste nicht lange nachdenken um diese Dame als Isabelle Chevallier zu identifizieren – Mais Sekretärin und vor allem beste Freundin. Mit jedem Schritt den die verängstigte Mai auf diese zuging, verflog mehr von der Freude sie zu sehen. Nun erkannte die Kaminarierin auch die roten, verweinten Augen und die Augenringe einer schlaflosen Nacht und ihre Vernunft siegte nun zumindest in einem Punkt. Ihr wurde klar was passiert war, klammerte sich jedoch noch mit letzter Kraft an der Regungslosigkeit ihrer Freundin als letzte Instanz der Hoffnung fest. Ein leichtes Nicken, Zuspruch, Hoffnung – irgendetwas positives hätte gereicht, doch Isabelle reagierte nicht. Sie starrte Mai nur an. Die beiden waren nun keinen Meter mehr auseinander. Dann schluckte die Sekretärin, zögerlich drehte sich der Kopf. Bald war ein verneinendes Nicken daraus geworden und mehr war nicht nötig um Mai buchstäblich zu zerstören.
Tränenüberströmt fiel sie in die Arme der Blondine. Diese drückte ihre Freundin dicht an sie. „Es tut mir Leid, Mai“, erneut musste sie heftig schlucken um selbst nicht ihren Tränen zu verfallen von denen sie wohl bereits letzte Nacht einige vergossen hatte, „deine Mutter ist tot.“
Erst jetzt fuhr Tebradan erschrocken um. Dieser war wohl eher unfreiwillig in Hörweite gekommen.
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21.01.2010, 00:14
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#275
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Einen Moment stand Tebradan wie erstarrt da. Dann wandte er seinen Blick ab, biss die Zähne zusammen und schloss die Augen. Das also war es, was Mai so verängstigt hatte. Sein Geburtstag … war der Sterbetag ihrer Mutter. Es musste schrecklich für sie sein.
Alles, was vorhin noch zwischen ihm und ihr gestanden haben mochte, war schlagartig vergessen. Er hatte sie zur Rede stellen wollen, nachdem sie etwas geschlafen hatte, aber jetzt war das völlig belanglos. Am liebsten würde er auf der Stelle zu ihr gehen, um ihr zu zeigen, dass er ihr beistehen wollte, um ihr gewissermaßen eine Schulter zu bieten. Aber für den Augenblick entschied er sich dagegen. In schluchzender Umarmung stützte sie diese Frau, die ihr die Nachricht überbracht hatte. Es war offenkundig, dass die beiden einiges verband. Da wollte er sich jetzt gewiss nicht dazwischen drängen. Es war wohl besser, wenn er ihr etwas Zeit mit Isabelle ließ.
Trotzdem wollte er ihr irgendwie helfen. Ihr zumindest irgendetwas abnehmen, was sie jetzt überhaupt nicht gebrauchen konnte. Vielleicht konnte er sich darum kümmern, dass Mais Freundin vorübergehend hier bleiben konnte. – Das hieß, wenn Mai überhaupt erstmal noch bleiben wollte.
Suchend sah der Psioniker sich um. Da vorne lief noch Iwan, der jeden Augenblick im Wohungsbau verschwinden würde. Mit einem letzten Blick zu der schluchzenden Mai lief er ihm hinterher.
Wenige Minuten später betrat Tebradan den Flur. Unten konnte er Mai nirgends finden. Wahrscheinlich war sie auf ihr Zimmer gegangen. Langsam ging er den Gang entlang und blieb vor ihrer Tür stehen. Er hörte sie drinnen nach wie vor schluchzen, aber es schien, als wären ihre Tränen zumindest für den Moment versiegt.
Er schloss kurz die Augen. Er erhob bereits die Hand, um anzuklopfen, doch dann hielt er inne. Sie würde jetzt gewiss niemanden sehen wollen. Aber er musste ihr einfach sagen, was er zu sagen hatte. Es brannte ihm zu sehr auf dem Herzen, das loszuwerden.
Tebradan zögerte noch einen Moment. Dann öffnete er langsam die Tür und trat einen Schritt durch den Spalt. »Mai?«, fragte er zaghaft und mit sanfter Stimme. Sie saß auf ihrem Bett, neben ihr Isabelle. Als er einfach so eintrat, sah sie mit verweinten Augen zu ihm auf, aber er konnte aus ihrem Blick nicht deuten, was sie dachte. Abgesehen von tiefer, dunkler Trauer, die sie in einem eisigen Gefängnis gefangen hielt. »Ich … weiß, dass du aus irgendeinem Grund nicht gut auf mich zu sprechen bist und ich … will mich dir auch gar nicht aufdrängen. Aber ich wollte dir sagen dass … ich für dich da bin. Und zwar zu jeder Zeit und überall.«
Ein kurzer Moment der Stille trat ein. Tebradan erwiderte nur kurz Mais Blick, ehe er seinen eigenen zu Boden senkte. »Ja … das wollte ich dir nur sagen … Ich hab übrigens mit Wing Sun gesprochen, du kannst gerne diese Nacht hier bleiben«, fügte er hinzu und wandte sich für den kurzen Moment an Isabelle, bevor er wieder zu Boden sah. »Dann … geh’ ich mal wieder …« Er sah noch ein letztes Mal kurz auf und begegnete für den Bruchteil einer Sekunde Mais Blick. Seine Mundwinkel zuckten leicht, als wollten sie ein tröstendes Lächeln bilden, dann wandte er sich zum Gehen.
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11.02.2010, 20:07
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#276
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Hausvetter
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Nachdem sie wieder in der Universität angekommen waren, war Nathanael auf sein Zimmer gegangen um nachzudenken. Er kannte sich mit Magie nicht aus, weswegen er nicht über die Tatsache nachdachte, wie die Kugel - wie von den anderen geschildert - derart unbeschädigt sein konnte. Für ihn war das Motiv interessant. Und da Motive sehr vielfältig sein konnten, ergab sich ein breites Spektrum an Möglichkeiten, die er in Betracht ziehen, gegeneinander abwägen und schlussendlich eines auswählen zu können, das ihm am plausibelsten erschien. Die Ermordung, so es denn eine solche gewesen war, des Informanten könnte einige Gründe haben. Falls jemand etwas dagegen hatte, dass der Informant die Informationen weitergab, unterstrich dies die Wichtigkeit der Daten. Oder ihre Gefährlichkeit. Was wiederum die Frage aufwarf, worum es sich handelte und wem sie schaden könnten. Wären diese Fragen beantwortet könnte man leicht auf einen Schuldigen schließen. Doch das war eine Rechnung mit zu wenig Argumenten. Die Frage nach dem Mörder führte wiederum zu der Frage nach dem Motiv und diese Kette würde sich immer weiter drehen. Um Gewissheit zu erlangen könnte er nach möglichen Feinden der Akademie forschen ... doch zuerst hatte er etwas wichtigeres vor.
Er wollte schon länger herausfinden, mit welcher Art der Magie er gesegnet war. Dass er zumindest eine Art beherrschte wusste er, da er alles andere ausgeschlossen hatte und die Alternative eine Störung an seiner Psyche bedeutete. Dass er an einer Akademie für ebensolche gelandet war - Magie, nicht psychische Störungen - war sicherlich kein Zufall.
Nachdem Nathanael einige Zeit in der Akademie auf der Suche nach einem Lehrer, oder jemandem der aussah wie ein Lehrer, herumgestreift war, beschloss er, jemanden zu fragen. In der Cafeteria fand er einige Schüler, die ihn an einen Mann verwiesen, der ebenfalls in der Cafeteria war. Alleine saß er an seinem Tisch über ein Buch gebeugt und las. Als sich Nathanael zu ihm setzte, blickte er missmutig auf.
"Hi" sagte Nathanael und blickte ihm in die Augen. Der ältere Mann richtete sich auf und begrüßte ihn mit einem Kopfnicken.
"Sie sind ein Lehrer hier an der Akademie?"
Wieder ein Nicken.
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13.02.2010, 12:58
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#277
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Kaum hatte Max den Bus verlassen fing ihn auch schon Francoir ab, "Kar'zivek, gut dass sie wieder da sind." begrüßte er ihn. "Sie folgen mir bitte sofort." fügte er noch hinzu. "Aber..." doch der Leher schnitt ihm das Wort ab, "Keine Widerrede, wer feiert muss auch arbeiten." Das hatte ihm gerade noch gefehlt, Sein Psioniklehrer der ihn gleich zu ein paar übungs stunden heran zog. <Den blöden Spruch hätte er sich wenigstens sparen können...> Dachte Max bei sich und folgte Francoir. Im vorbeigehen erblickte er kurz Mai und eine andere Frau, die er nicht kannte. <Was ist denn da los?> wunderte er sich und wollte schon einen Schritt in die Richtung der beiden machen, da packte ihn Francoir an der Schulter, "Falsche Richtung Junge." sagte er und schob Max über den Hof zur Trainingshalle.
Eineinhalb Stunden später lag Max auf dem Rücken in seinem Bett. <Boah, Kater und Psionik Training ist ne verdammt üble kombination...> Er legte eine Hand an seine Stirn und hoffte das Kopfweh würde irgendwann aufhören. Irgendwann durchwühlte er seine tasche nach irgendwelchen Kopfwehtabletten, doch er fand bloß die Koffeinpillen, was seinen Ärger nur vergrößerte. <Ach was solls... Ich schau mal in die Cafeteria, vielleicht gibts da Kaffee.> Er verließ sein Zimmer und wäre fast jemandem rein gelaufen. Er brauchte ein paar Sekunden um denjenigen durch seine halb geschlossenen Augen zu identifizieren. "Oh, Sorry Teb." Murmelte er als er ihn erkannte. "Alles klar bei dir?" fragte er dann.
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21.02.2010, 01:01
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#278
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Vor ein paar Tagen hatte Tebradan Max auf seine Frage noch »Bei mir schon, ja.« geantwortet. Aber würde der ihn heute noch einmal fast über den Haufen rennen und ihm dieselbe Frage stellen, der Psioniker konnte nicht sagen, ob auch die Antwort dieselbe wäre.
Ja, körperlich ging es ihm hervorragend. Nachdem sie jetzt einmal nicht von einer Mission in die nächste geschlittert waren, hatte er endlich wieder einmal etwas Zeit für ein wenig Sport gefunden. Beim Laufen hatte er etwas die Umgebung erkundet – die in erster Linie aus weiteren Industriekomplexen bestand. Hoffentlich würden sie bald eine Mission bekommen, bei der sie endlich mal raus aus dieser endlosen Stadt kamen. Etwas Natur würde ihm gut tun … Außerdem hatte er im Keller unter der Akademie sogar ein Becken zum Schwimmen entdeckt! Auch das hatte er natürlich sofort ausgiebig erprobt.
Auch was seine Magie anging, hatte er ziemliche Fortschritte in den vergangenen Tagen gemacht. Iwan schien wohl einen Narren an ihm gefressen zu haben, denn bisher hatte er jeden Tag eine ganze Weile mit ihm alleine trainiert. Flüssigkeiten konnte Tebradan zwar noch nicht so gut wie feste Objekte, aber doch schon ganz passabel bewegen, und auch seine Fertigkeit mit Gegenständen hatte sich deutlich verbessert. Es fühlte sich an, als wäre sein Geist stärker geworden. Und die Ergebnisse sprachen für sich.
Trotzdem wurde er das Gefühl nicht los, dass er schon weiter sein könnte. Mai hatte er nicht mehr gesehen, seit er vor fast einer Woche in ihrem Zimmer gewesen war, um ihr zu sagen, dass er zu seinem Versprechen stehen würde. Tags darauf war sie wohl früh am Morgen nach Kaminari no Kuni abgereist, wie er von Iwan erfahren hatte. Das war nun schon vor fünf Tagen gewesen.
Und offen gestanden hatte er allmählich Angst. Davor, dass sie nicht wieder kommen würde. Dass sie zuhause blieb und er sie nie wieder sehen würde. Natürlich konnte er verstehen, dass sie geflogen war. Auch, dass sie eine Weile dort blieb. Und im Grunde wäre es ja kaum verwunderlich, wenn sie nicht mehr zurück an die Akademie käme. Was hatte sie hier schon, was sie nicht bei sich zuhause doppelt so gut und mindestens dreifach so teuer haben konnte?
Ein plötzlicher Aufschrei ließ ihn herumfahren. Er war gerade auf dem Weg von der Trainingshalle zur Kantine, um etwas zu essen. Was er da sah überraschte ihn etwas. Ein finster blickender, muskulöser Typ im Trainingsanzug der Akademie stolperte zurück und hielt sich die Nase. Ein zweiter Mann, vielleicht ein paar Jahre älter als Tebradan, nicht so muskulös wie sein Gegenüber, aber dafür ein gutes Stück größer, stand ihm gegenüber.
Das ganze sah ziemlich nach einer gerade ausbrechenden Schlägerei aus.
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21.02.2010, 15:27
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#279
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Würde man wirklich Löcher in die Luft starren können, so wäre die vor Mai schon völlig vernichtet und einmal um den ganzen Globus durchgebrannt. Seit sie hier in der Bahn zurück zur Akademie saß hatte sich die Kaminarierin praktisch nicht bewegt. Ihr war alles irgendwie alles egal. Sowohl die ältere Dame der sie leicht einen Platz hätte geben können in dem sie einfach in der Sitzreihe zum Fenster rutschte, oder die Typen die sie die ganze Zeit musterten oder anmachten. Mai war nicht mal geschminkt, aber das tat ihrer Schönheit nur wenig Abbruch. Selbst ihre sonst so geliebten Ohrringe waren bis auf zwei kleine Schwarze Steine geschrumpft. Warum sie wieder zurückkehrte war ihr selbst nicht so richtig klar. Aber sie hatte die Luft daheim nicht mehr ausgehalten. Ihren Vater vor allem. Sie hasste niemanden mehr als ihn und nun war alles was sie an ihrer Familie geliebt hatte dahin gesiecht. Ihre Mutter war tot und damit Mais einzige Motivation sich um ihre Familie zu kümmern. Mit ihr war praktisch ihre Familie gestorben.
Der Zug stoppte und eine Frauenstimme verkündete, dass dies die Station für Mai war. Es gleichte einem Wunder, dass sie dies überhaupt wahrnahm. Sie hatte die Station schon fast verlassen, als ein ganz besonders dreister Kerl seine Chancen roch. „Hey Süße, heute schon was vor“, und es war eigentlich Mais Art, doch irgendwie… „Halts Maul und verkriech dich wieder in dem Loch aus dem du kommst“, blaffte sie ihn mit monotoner, leiser Stimme an. Dieser schien verwirrt und fühlte sich zugleich ziemlich in seinem Ego gekränkt. „Was war das?“, erkundigte er sich und stellte sich in Mais Weg. „Du hast schon verstanden“, kommentierte diese ihn trocken, und rempelte sich den Weg an ihm vorbei. Dies schien zu viel für den Typ gewesen zu sein und griff sie an der Schulter um sie herumzureißen und an die Wand zu drücken. „Wer glaubst du wer du bist, Schlampe! Red nicht so mit mir oder es setzt was!“, er starrte sie erzürnt an. Das erste Mal nahm mai Augenkontakt auf, blieb aber völlig kalt. „Das mein Freund, hätte ich nicht gemacht“, und noch ehe er sich rühren konnte war ihr Knie einen halben Meter nach oben gerast und traf ihr Gegenüber an einer sehr empfindlichen Stelle. Er sackte leicht zusammen, wollte sich gerade aufrichten, als Mais Handfläche zu Boden drückte. Es war nicht ihre Kraft, es war wohl etwas anderes, was den Mann so schmerzerfüllt zurückweichen ließ. Wahrscheinlich die Tatsache, das ihre Hand glühend heiß war und gerade seine Lederjacke durchgebrannt hatte. Sein Brustkorb schmerzte wohl recht kräftig. „Idiot“, kommentierte Mai das Geschehen, schnappte sich ihren Koffer und zog diesen das restliche Stück zur Akademie.
Nach der langen Reise wollte sie vor allem erst einmal etwas Essen und machte sich auf den Weg zur Kantine. Und ungeachtet der Tatsache, dass sich zwei Menschen gerade schlagen wollte, fiel sie dem ungewarten Tebradan einfach um den Hals und ließ sich kommentarlos in seine Arme fallen.
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23.02.2010, 14:09
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#280
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Sie hatte die letzten Tage hauptsächlich damit verbracht ihre Manipulationskräfte so gut es ging zu erweitern. Das manipulieren von totem Material bereitete ihr kaum noch Probleme, aber lebendes Material schien etwas ganz anderes zu sein. Es dauerte länger, war anstrengender und sie musste extrem vorsichtig sein, um nichts falsch zu machen. Ansonsten beschäftigte sie sich damit, ein wenig Kampftechniken zu trainieren, hauptsächlich aber erst einmal den unbewaffneten Nahkampf. Sie hatte immerhin nie mit einer Waffe gekämpft.
Heute saß sie im Innenhof und blätterte durch ein kleines Handbuch über Anatomie, das völlig vergilbt war, der Ledereinband zerkratzt und das Papier leicht wellig. Man sah dem Buch an, dass es alt war. Sie bemerkte die Schlägerei erst, als jemand aufschrie. Entnervt blickte sie von ihrem Buch auf und bemerkte zwei Kerle – was selbstverständlich war, Frauen mussten sich im Allgemeinfall nicht dieser primitiven Art von Gewalt bedienen – die gerade aufeinander losgehen wollten.
„Deppen.“ Murmelte sie, als sie aufstand, um in die Kantine zu gehen – vielleicht würde sie dort mal etwas Ruhe erhalten, dachte sie genervt, als ihr Blick auf Teb und…Mai fiel.
>Sie ist wieder da?< dachte sie überrascht und blieb wie angewurzelt stehen. Sie hatte nicht gedacht, sie je wieder zu sehen, nach ihrem Abgang vor ein paar Tagen. Aber sie freute sich, dass Mai wieder hier war, so war wenigstens ein weiteres weibliches Wesen hier. Da sie nicht mehr auf die beiden achtete, fielen ihr die beiden Deppen erst wieder ein, als einer von ihnen mit voller Wucht gegen sie knallte und sie nur durch Reflexe davor bewahrt wurde mit dem Gesicht auf dem Boden aufzuschlagen.
Fluchend rappelte sie sich wieder aus.
„So ihr beiden vermaledeiten Hornochsen, ihr werdet euch jetzt lieb und nett die Hand reichen und nicht die halbe Welt mit euren Problemen nerven…oder…“ sagte sie seufzend.
„ich werde dafür sorgen, dass ihr euch lieb und nett die Hände reicht.“ Fuhr sie fort, wohlwissen, dass sie ihr sowieso nicht zuhörten. Und: sie taten es tatsächlich nicht. Und weil diese beiden Schwachköpfe jetzt auch noch wie zwei Stiere aufeinander losgingen, hob sie kurzerhand einen Stein auf und fühlte sich in seine innere Struktur, sah sie deutlich vor sich und veränderte sie…ein wenig.
Sie warf ihn prüfend ein paar Mal in die Luft, zielte…und warf. Befriedigt sah sie zu, wie einer der beiden zusammenklappte, was den anderen fassungslos die Augen aufreißen ließ.
„So Freundchen, bist du jetzt artig, oder möchtest du auch einen Stein gegen den Kopf kriegen?“ fragte sie mit einem übertrieben liebenswürdigen Lächeln und der andere war klug genug, einfach zu verschwinden. Seufzend beugte sie sich über den anderen. Der hatte keine Wunde, aber sie hatte den Stein ja auch abgeändert, damit genau das nicht passierte. Eigentlich könnte sie ihn ja auch einfach hier liegen lassen.
Unschlüssig verharrte sie und runzelte die Stirn. Nun sie könnte ihn aber auch einfach hier liegen lassen.
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25.02.2010, 23:30
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#281
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»Mai?!«, entfuhr es Tebradan überrascht. Dass sie so plötzlich auftauchte, damit hatte er nicht wirklich gerechnet. Und noch weniger damit, dass sie auftauchte, indem sie ihm einfach um den Hals fiel. Nichtsdestotrotz gefiel ihm diese Begrüßung.
Er drückte sie an sich, schloss die Augen und genoss die Berührung einfach. »Ich bin so froh, dass du wieder da bist«, flüsterte er. »Ich hatte Angst, dich nie wieder zu sehen.«
Nach einigen Momenten löste er die direkte Umarmung, ohne Mai jedoch loszulassen, und sah ihr mit ernstem Blick tief in die Augen. Es schien, als würde er einen Augenblick zögern. »Wie geht es dir?«, fragte er dann sanft. Was er damit meinte, war wohl klar. Ein paar Momente später, noch bevor sie antworten konnte schüttelte Tebradan jedoch leicht den Kopf und verzog entschuldigend das Gesicht. »Ach, Entschuldigung. Die Frage hast du die letzten Tage vermutlich hunderte Male gehört. Wahrscheinlich willst du nicht wirklich darüber sprechen, hm?«
Eine kleine Weile stand er einfach nur da, hielt sie immer noch fest und sah sie an. Sie wirkte irgendwie etwas … abwesend. »Na ja, ich wollte gerade in die Kantine. Wollen wir erstmal was essen?«
Sie schien alles andere als abgeneigt. Tebradan warf noch einen raschen Blick über den Innenhof. Die Schlägerei, die gerade hatte ausbrechen wollen und die Mai für einige Zeit komplett aus seiner Wahrnehmung verdrängt hatte, war wohl von Krys schon im Keim erstickt worden, darum brauchte er sich also keine Gedanken mehr machen.
Wenig später saß Mai bereits am Tisch und Tebradan brachte für sie und sich selbst je ein Tablett und setzte sich ihr gegenüber. Noch immer wirkte ihr Blick ein wenig glasig. Als wäre sie die ganze Zeit in Gedanken.
Langsam und wie zufällig bewegte näherte sich seine Hand der von Mai, die unbenutzt auf dem Tisch lag. Langsam und ganz leicht berührten seine Fingerspitzen ihre Haut. Dann entschied er sich aber doch dagegen und zog seine Finger zurück. Der Moment war wohl nicht gerade passend für so etwas.
»Vielleicht sollten wir mal etwas zusammen unternehmen, wenn wir nicht gerade mit Leichen oder verrückten Dieben mit Feuerwaffen zu tun haben«, schlug er stattdessen lächelnd vor, um sie dennoch ins Hier und Jetzt, zu ihm zu holen. Damit erfüllte er auch endlich, was er sich eigentlich schon lange vorgenommen hatte.
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31.03.2010, 22:21
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#282
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Nathanael saß auf dem Boden des im Halblicht liegenden Saales und lauschte auf die Geräusche, die ihn umgaben. Er wusste, dass vor ihm irgendwo Navarro saß. Aber ansonsten war da nichts. Seine Augen waren geschlossen, die Hände ruhten auf den Knien, er selbst saß im Schneidersitz auf einer dünnen Matte. Und er lauschte. Die letzten Tage hatte er genauso verbracht. Lauschend, sitzend, auf etwas wartend. Er war sich im klaren, dass er magisch begabt war. Und er war sich auch sicher, dass die Anwendung seiner Magie im Bereich des Schamanismus lag. Navarro hatte ihm das bestätigt. Und das erste, das ein Schamane lernte, war, Kontakt zu einem, seinem, Geist aufzunehmen. Ein Schutzgeist, ein Begleiter. Seine Anwesenheit hatte Nathanael schon oft gespürt. Eine Stimme, die zu ihm sprach, der er lauschte. Doch er konnte es nie herbeiführen. Doch als Schamane musste er das können. Und daran arbeiteten sie gerade.
Wobei "sprechen" eine sehr ungenaue Beschreibung dessen war, was zwischen Nathanael und dem Geist geschah. Er konnte nicht wirklich Worte ausmachen, wusste aber, was ihm mitgeteilt wurde. Seine Antworten bestanden aus Gedanken, und diese als Antworten zu bezeichnen war erneut eine sehr ungenaue Beschreibung. Navarro hatte ihm erzählt, dass man mit seinen Gedanken nur schwer lügen konnte und man "seinen" Geist nie lügen sollte, da diese Beziehung so rein als möglich gehalten werden sollte. Manche Formen des Schamanismus erforderten tiefstes Vertrauen und Lügen trugen zu einem solchen nicht wirklich bei.
Da war es wieder. Er spürte die Anwesenheit des Geistes. Und dann hörte und hörte er die Stimme, spürte und spürte sie doch nicht, wusste aber doch, dass sie da war, was der Inhalt der Botschaft war und welche Bedeutung sie hatte.
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